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Produktionsschule Moritzburg

Dresden, Die GlücksSpirale hat 84.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes dazugegeben: Von Förderungsmaßnahmen an gemeinnützigen Einrichtungen profitierten in 2008 unter anderem das Haus Regenbogen, eine Obdachlosenunterkunft die vom DRK Kreisverband Löbau betrieben wird, und die Produktionsschule Moritzburg, eine Bildungs- und Sozialeinrichtung für Jugendliche aus ganz Sachsen im Verband der Diakonie. So wurden elektrische Anlagen erneuert, Dächer repariert und Heizungsanlagen sowie Sanitärräume neu gestaltet.
Produktionsschule Moritzburg
Tischlerei in der Produktionsschule Moritzburg

Die Produktionsschule Moritzburg feierte am 5. November ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Die Bildungs- und Sozialeinrichtung im Verbund der Diakonie wurde 1998 gegründet.

Rund 450 überwiegend junge Leute wurden seither auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Die 23 Mitarbeiter betreuen aktuell 103 Personen in verschiedenen Maßnahmen. Eine geringe Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmer von der Produktionsschule, Sozialleistungen zahlt das Amt für Arbeit und Soziales nach den gesetzlichen Regelungen.

Standorte der Produktionsschule Moritzburg

Begonnen hatte alles mit einem Denkmalpflegehof. Derzeit ist die Produktionsschule Moritzburg an drei Standorten im Kreis Meißen aktiv. In Rödern wird ein Biohof betrieben, dessen Fleisch, Obst und Gemüse von einem wirtschaftlichen Verein unter dem eigenen Label „Landmarke“ professionell vertrieben wird. In Meißen ist eine Jugendwerkstatt für Kfz-Reparaturen angesiedelt.

Am Hauptsitz Moritzburg schließlich wurde das ehemalige Kinderheim der Diakonie zur sogenannten neuen Produktionsschule Moritzburg umgestaltet, die mit Geldern des europäischen Sozialfonds gefördert wurde und Anfang Oktober in Betrieb ging. Hier können Jugendliche aus ganz Sachsen im Alter von 16 bis 27 Jahren ihren Hauptschulabschluss nachholen und dabei gleichzeitig berufspraktische Erfahrungen sammeln.

Förderung durch die GlücksSpirale

"Die GlücksSpirale hat 84.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes dazugegeben. Diese wurden von uns in Werkstätten, ein Computerkabinett und Sozialräume investiert", freut sich Geschäftsführer Thomas Emmrich.

Ganz konkret konnten mit den Mitteln der GlücksSpirale eine neue Heizungsanlage, die Elektrik sowie neue Sanitärräume finanziert werden. Zudem wurde eine Schallschutzanlage eingebaut, erklärt Thomas Emmrich. Die GlücksSpirale habe auch noch Teile des Mobiliars gefördert, so die Tische und Stühle im großen Bildungsraum sowie einen Hubtisch für die Elektrowerkstatt.

Zur Wahl stehen den benachteiligten Jugendlichen je nach persönlichen Interessen eine Tischlerei, das Elektrorecycling, der Bereich Gärtnerei und Forst sowie ganz neu die Abteilung Büro und Verkauf. Zu allen Projekten gehören Berufspraktika in Betrieben der Region. Platz bietet das neue Projekt für 32 junge Leute, den Unterricht bis zum Hauptschulabschluss übernimmt die Volkshochschule Radebeul.

"Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen von selbst kommen, sich die Sache hier angucken", unterstreicht der Geschäftsführer und fügt hinzu: "Wir haben in der Vergangenheit viele Maßnahmen gemacht, wo wir Leute zugewiesen bekamen, die das überhaupt nicht wollten". Viele hätten dann aufgegeben, selbst wenn Leistungskürzungen vom Amt drohten. Ein Großteil der Teilnehmer hat aus persönlichen oder familiären Gründen die Schulausbildung abgebrochen, ein Start in Berufsleben war deshalb nicht möglich.

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