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Neues Heim für Siebenschläfer

Leipzig, Der Siebenschläfer, eines der faszinierendsten Säugetiere unserer Heimat, zählt mittlerweile zu den seltenen, gefährdeten und geschützten Tieren. Daher wird er gefangen und fern ab menschlicher Behausungen wieder ausgewildert. Im Auftrag der Naturschutzbehörden und mit Unterstützung der Sächsischen Landestiftung, Naturschutzfonds, werden deshalb die Siebenschläfer mit Lebendfallen gefangen und in einem geeigneten Wald weitab jeder Besiedlung wieder ausgewildert. Um die Tiere sanft an die neue Umgebung zu gewöhnen, haben die Naturschützer vom Naturschutzzentrum Neukirch Auswilderungskäfige gebaut.
Meissner Burgberg
Siebenschläfer

Je nach Witterung hält er bis acht Monate Winterschlaf, tief in der Erde vergraben. Erst im Juni wird er richtig aktiv. Und dann heißt es sich beeilen: Partnerwahl, Jungenaufzucht durch die Weibchen und Anlegen einer Speckschicht als Wintervorrat müssen bis spätestens Oktober erledigt sein.

Meistens bekommt man von diesem geschäftigen Treiben wenig mit, denn der Siebenschläfer ist eigentlich ein scheues, nachtaktives Tier in Laubmischwäldern. Am liebsten hat er große Buchen und Eichen, deren Früchte seine Lieblingsnahrung sind. Deshalb verbringt er die meiste Zeit in den Kronen dieser Bäume. Große, zusammenhängende Laubwälder gibt es nicht überall, weshalb der Siebenschläfer zu den seltenen, gefährdeten und geschützten Tieren zählt.

Kleiner Feinschmecker

Wenn reife Früchte zur Verfügung stehen, nutzen Siebenschläfer auch die waldnahen Obstbestände und sogar Häuser in Waldnähe. Und manchmal wird so aus dem heimlichen Waldbewohner ein unheimlicher Gast im Haus. Das Phänomen des Eindringens in Häuser ist den Zoologen in ganz Europa bekannt. Besonders in Jahren mit geringerem Angebot an Eicheln und Bucheckern ziehen Siebenschläfer verstärkt in Richtung menschlicher Wohnungen. So auch in der Oberlausitz, wo ein Gasthof, der mitten in einem Buchenwald gelegen ist, betroffen war.

Projekt zur Auswilderung

Im Auftrag der Naturschutzbehörden und mit Unterstützung der Sächsischen Landestiftung, Naturschutzfonds, werden deshalb die Siebenschläfer mit Lebendfallen gefangen und in einem geeigneten Wald weitab jeder Besiedlung wieder ausgewildert. Um die Tiere sanft an die neue Umgebung zu gewöhnen, haben die Naturschützer vom Naturschutzzentrum Neukirch Auswilderungskäfige gebaut.

Von hier aus können sich die Siebenschläfer neu orientieren. Den "Umzug" der Siebenschläfer in ihren neuen Lebensraum und ihre naturschutzfachliche Betreuung konnte der Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt Dank der Zweckerträge aus der Lotterie GlücksSpirale finanzieren.

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