Startseite / Über uns / Mittelverwendungen

Beste Aussicht auf das Dubringer Moor

Nordsachsen, Eine der letzten Moorlandschaften in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist das Dubringer Moor. Von dem neu errichteten Aussichtsturm kann man die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt wunderbar beobachten. Mit der Unterstützung des Naturschutzfonds konnte die NABU-Ortsgruppe Wittichenau den neuen Beobachtungsturm errichten und dieser macht das Moor mit seinen Besonderheiten wieder für alle Bürger erlebbar.
Dubringer Moor
Feierliche Übergabe des Beobachtungsstandes

Das Dubringer Moor, ein einzigartiges europäisches Naturschutzgebiet in Ostsachsen, ist wieder um eine Attraktion reicher: Seit Juli hat das rund 1.700 Hektar große Areal einen neuen Beobachtungsstand, der den größten noch erhaltenen Moorkomplex der Oberlausitz mit seinen etwa 3.500 Tier- und Pflanzenarten für die Besucher erlebbar macht.

Finanziert wurde der Aufbau des mehr als 30.000 Euro teuren Aussichtspunktes nicht zuletzt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU), aus den Erlösen der GlücksSpirale sowie aus Spenden des Umweltballs. Anfang Juli hatte sich hoher Besuch im Naturschutzgebiet Dubringer Moor südwestlich von Hoyerswerda angemeldet: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) übergab als Schirmherr in einer feierlichen Festveranstaltung den neuen Beobachtungsstand.

Die hohe Wertschätzung für das Projekt hat seinen Grund: Das Heidemoor, das zur Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gehört, ist ein so genanntes europäisches FFH-Gebiet und seit 1972 nationales Naturschutzgebiet. Hier leben und brüten verschiedene Vogelarten, die vom Aussterben bedroht sind oder als stark gefährdet auf der "Roten Liste" Sachsens stehen.

Brutgebiet der Bekassine

So brütet im Dubringer Moor noch die seltene Bekassine, im Volksmund auch Himmelsziege genannt. Im Frühjahr schallen die Trompetenrufe der Kraniche über das Moor. An den Teichen kann man die verschiedensten Wasservögel beobachten. Seeadler ziehen ihre Kreise und aus dem Schilfwald ertönen die dumpfen Rufe der Großen Rohrdommel. Besonders im Mai und Juni sind lautstarke Unken- und Froschkonzerte zu hören. Als botanische Kostbarkeit gelten die großen Wollgraswiesen.

Ort für Naturaktivisten

So ist das Dubringer Moor auch ein begehrter Ort für Naturaktivisten und Touristen, die den "Froschradweg" und den "Krabat- Rundweg" nutzen. Zudem kann man auf dem Mittelteich Kahn fahren. Die NABU Ortsgruppe Wittichenau bietet darüber hinaus regelmäßig geführte Wanderungen an, bei denen seit diesem Sommer auch der neue Beobachtungsturm zwischen dem Teichhaus Neudorf und dem Hoyerswerdaer Ortsteil Michalken wieder genutzt wird. An gleicher Stelle war bereits 1999 ein Beobachtungsstand errichtet worden, der jedoch am Himmelfahrtstag 2006 von Unbekannten zerstört wurde. Jetzt ist es den vielen Wander- und Naturfreunden wieder möglich, die fantastische Welt des Moors aus der "Baumperspektive" zu beobachten In der Elstereiszeit entstanden

Die Entstehung des Dubringer Moores ist auf die Elstereiszeit zurückzuführen. Damals bildeten sich drei Endmoränenwälle, die auch heute noch das Gebiet wie ein nach Norden offenes Hufeisen umschließen. In dieser Fläche staute sich das Wasser, und aus den abgestorbenen Pflanzenresten konnte sich Torf bilden. Da die Torfschicht des Dubringer Moores bis zu sechs Meter dick ist, kann auf ein Alter von 10.000 Jahren geschlossen werden.

Nach oben
0800 7546496
kostenlos aus allen Netzen