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Denkmalschutz fördert Schloss Jahnishausen

Meißen, Nördlich von Meißen liegt im Jahnatal die Schlossanlage von Jahnishausen. Sie wurde als mittelalterliche Burgengründung erstmals im Jahr 1503 erwähnt. Besondere Bedeutung erfuhr das Schloss unter dem Besitz von Prinz Johann, dem späteren König Johann von Sachsen (1854–1873). In den 1980er Jahren war der Bauzustand des Schlosses so schlecht, dass es nicht mehr bewohnt werden konnte, es verwahrloste zusehends.
Übergabe des Förderschecks

Die Rettung des Schlosses konnte durch erste Fördergelder in den 1990er Jahren in Angriff genommen werden. 2003 wurde der Kulturverein Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. gegründet, der die Wiederherstellung von Schloss Jahnishausen verfolgt.

Mit einer Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kann der Verein nun das Dach instand setzen. Den Scheck über 25.000 Euro überreichte Gert Jubisch, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, gemeinsam mit Siegfried Schenek, dem Geschäftsführer der Sächsischen Lotto-GmbH, an den Verein.

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas de Maizière verfolgt die Instandsetzung des Schlosses mit großem Interesse. Bei der Scheckübergabe hob er die wichtige Rolle des Vereins hervor und lobte die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Sächsischen Lotto-GmbH.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist einer der Destinatäre der Lotterie GlücksSpirale. Das Schloss Jahnishausen ist eines von über 770 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen fördern konnte.

Gemessen an den gestellten Anträgen könne man wohl doppelt so vielen Geld zukommen lassen, schätzt Gert Jubisch, der die Stiftung in der Region Oschatz und Riesa vertritt. Jubisch lobte auch ausdrücklich das Engagement des Jahnishausener Vereins. „Für das Schloss war es fünf vor zwölf“, sagt Udo Frenschkowski. Der Gebietsreferent des Landesamts für Denkmalpflege hatte die Schlossretter quasi von Beginn an fachlich begleitet und auch in ihrem Vorhaben bestärkt.

Wenn das Schloss erst einmal gesichert sei, dann habe man mit dem angrenzenden Park eine wahre Perle, an der sich die Riesaer erholen und Geschichte erleben könnten, so Udo Frenschkowski. Bis es so weit ist, wird aber noch einige Zeit vergehen, sagt Inka Engler von Accademia Dantesca.

Wie die Sächsische Zeitung berichtet, haben sich die Schlossretter und der Denkmalschutz darauf verständigt, das Gebäude optisch wieder in den Zustand aus Zeiten König Johanns zu versetzen. Dazu gehört auch der Außenstrich: Moosgrün.

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